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Die Vorauswahl

Die Supermarkt-Falle

Sie hatten ein paar hundert spannende Partnervorschläge von gayParship? Sie haben viel korrespondiert und noch mehr Milchkaffee außer Haus getrunken? Jetzt ist Ihr Herz entflammt - irgendwie? Doch über allem schwebt ein "Aber"? Willkommen in der Supermarkt-Falle.

Die Supermarkt-Falle

Jeder Ihrer gayParship-Vorschläge hat etwas. Der eine ist witzig, die andere gebildet, die dritte charmant. Der Witzige wohnt um die Ecke, ist aber leider beruflich sehr eingebunden und hat wenig Zeit. Der Gebildete hat die gleichen Urlaubsvorlieben und mag Ihre Katzen. Ist aber Raucher und ihm fehlen zehn Zentimeter zu Ihrem Größenideal. Der Charmante könnte der Richtige sein. Wenn er nur nicht unter Katzenallergie litte und in einer anderen Stadt wohnen würde. Außerdem ist er noch nicht endgültig geschieden. Andauerndes Herzklopfen? Das könnte ja auch der viele Milchkaffee sein. Und so machen Sie das, was Sie die letzten Wochen auch getan haben: Sie halten weiter Ausschau.

Risiko gehört zum Leben

Ein wenig gleicht die Partnersuche bei gayParship einem Einkauf im Supermarkt. Eigentlich soll es nur eine einfache Tube Zahnpasta sein. Doch im Angebot sind mindestens 35 verschiedene. Sie drehen und wenden die Tuben, analysieren die Inhaltsstoffe, vergleichen die Preise, die Verpackungen, die Testsiegel - und wenden sich am Ende ab. Vielleicht gibt es im Laden nebenan eine Zahnpasta, die besser aussieht. Besser schmeckt. Besser wirkt. Die Ihnen ins Auge springt und somit die Entscheidung abnimmt. Denn Auswahl bedeutet genau das: Entscheidung. Und diese beinhaltet das Risiko, im Prozess einen Fehler zu machen.

Auf den Menschen einlassen

Das ist die Zwickmühle der Online-Partnersuche. Anders als im "wirklichen Leben" steht der Suchende mit ein paar Mausklicks vor einer relativ großen Auswahl an möglichen Kandidaten, die der Computer als zu ihr/ihm passend qualifiziert. Schließlich ist laut einer emnid-Studie das Internet die dritthäufigste genutzte Variante der Partnersuche - das "Angebot" entsprechend groß. Hinter jedem Profil könnte sich das große Glück verbergen. Doch auch wenn die Kommunikation stimmt, das Treffen ein Erfolg wird: Am Ende müssen Sie sich auf den Menschen hinter dem Profil einlassen. Dafür sollten Sie schon etwas Zeit einplanen.

Haare in der Suppe machen nicht satt

Macht Ihnen das Angst, sich zu entscheiden? Suchen Sie nach jeder Begegnung das sprichwörtliche Haar in der Suppe? Zu groß, zu klein, zu blöder Beruf, zu kurze Haare, zu uncool, zwei Jahre zu alt? Und 80 Prozent aller Kontaktanfragen lassen Sie gleich unbeantwortet, weil das Foto nicht "Ihren Typ" zeigt? Vielleicht fürchten Sie einfach den Tag, da die Suche plötzlich ein Ende hat und Sie glücklich sind. In diesem Falle schalten Sie den Computer so schnell es geht ab. Mit Sicherheit treffen Sie ja nächste Woche Heidi Klums jüngere Schwester oder Brad Pitts Bruder zufällig auf dem Wochenmarkt. Und überhaupt: Alleine vor dem Fernseher ist immer noch am schönsten.

Das Glück aushalten lernen

Natürlich scheint es einfacher, immer einen neuen Anfang zu suchen und dann die Unvollkommenheit der anderen für das Scheitern verantwortlich zu machen. Zum Glücklichsein gehört jedoch, das Glück auszuhalten. Und festzuhalten, wenn es um die Ecke schaut. Auch wenn es vielleicht ganz anders aussieht als vorher gedacht. Definieren Sie realistische, konkrete Eigenschaften, die Ihr Partner unbedingt haben sollte. Und stellen Sie Gedanken daran, ob sich sprichwörtlich "noch etwas Besseres findet", ab - sonst gehen Ihnen gute Chancen durch die Lappen.

Sich vom Leben überraschen lassen

Es gibt in der Liebe keine Garantien. Und die/der Richtige lässt sich nicht ersteigern wie ein Markensofa im Auktionshaus, Rückgaberecht inklusive. Egal wie sehr Sie Ihre Vorauswahl verfeinern: Am Ende steht immer die Gefahr, von den Partnerkandidaten oder von den eigenen Gefühlen enttäuscht zu werden. Jeder Mensch hat Ecken und Kanten. Die Begegnung perfekter Gegenstücke gibt es nur im Kino. Partnersuche im Internet heißt sich überraschen lassen. Wer sich darauf ohne Furcht einlässt, wird möglicherweise mit einem Menschen belohnt, der ihm sonst nie im Leben begegnet wäre.

Lassen Sie sich nicht von Ihren eigenen Ansprüchen versklaven. Auch wenn Sie zu Beginn Ihrer Online-Partnersuche fest entschlossen waren, Ihr Herz keinesfalls an Wellensittichbesitzer, Madonna-Fans, IT-Spezialisten oder Menschen namens Helga bzw. Klaus zu verlieren: Hören Sie auf Ihren Bauch. Halten Sie es einfach mit Erich Kästner: "Entweder man lebt, oder man ist konsequent."

Leser-Feedback

"Den Vergleich mit der Zahnpasta finde ich gut. Aber ist es nicht so, dass man sich irgendwann für eine Marke entscheidet und diese dann immer wieder kauft, auch wenn manchmal der Gedanke da ist, 'vielleicht gibt es ja noch eine bessere, die meine Zähne noch mehr glänzen lässt?'

Ich hatte über 4.000 Partnervorschläge. Darunter Mr. Right zu finden, kam mir unwahrscheinlicher vor als einen Sechser im Lotto. Zum Glück musste ich nicht alle 4.000 ausprobieren. Nach meinem ersten gayParship-Date, das sehr nett war, fragte ich mich allerdings, 'wie merke ich jetzt, ob er das wirklich ist?'. Und allein diese Frage hat mich davon überzeugt, dass er es nicht sein kann ... auch wenn ich ihn noch hundertmal treffe. Dasselbe Spiel beim zweiten Date. Es hätte 'eigentlich' alles gepasst, aber es stand die Frage im Raum 'Was verpasse ich, wenn er es doch nicht ist?'

Die Antwort: Er ist es nicht. Das wurde mir aber erst bei Date Nummer drei klar, denn da gab es einfach keine Fragen, kein was wäre wenn. Es ist ganz klar eine Sache des Gefühls und nicht des Verstandes, die uns klar macht, wann der Zeitpunkt gekommen ist, die Suche zu beenden. Und solange wir Angst habe, unser Glück zu verpassen, wenn wir uns auf eine Sache einlassen, dann ist es einfach noch nicht soweit!"

Tom (31), Redakteur (06.02.07)

"Vielen Dank für Ihren Hinweis auf die 'Supermarkt-Falle'. Genau diesen Eindruck hatte ich bei einigen Treffen. Wenn man nette, lange, auch tiefere Gespräche führt, gesagt bekommt, was für eine interessante Frau man doch sei, und dann 2 Tage später mit dem Satz verabschiedet wird, dass man ja wahrscheinlich selbst gemerkt habe, dass man nicht zueinander passe, ist das nicht nur schmerzhaft, sondern lässt auch irgendwann auf die Erwartungshaltung schließen, die einem entgegengebracht wird. Ich habe den Eindruck, viele Frauen (sorry für die Verallgemeinerung!) erwarten, dass es auf den ersten Blick knallt und funkt, sonst wird dem Kontakt keine Chance mehr gegeben. Das finde ich total realitätsfremd. Wer ist heute überhaupt noch bereit, ein zweites Mal hinzuschauen und dem Ganzen Zeit zur Entwicklung zu lassen?"

S. (35), Lehrerin (19.02.07)

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