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Besondere Situationen

Korb gekriegt - was nun?

Absagen gehören zur Partnersuche wie die Kalorien zum Schlagobers - es geht nicht ohne. Jede/Jeder möchte schließlich wählen, mit wem sie/er sich zusammentut und mit wem nicht. Trotzdem nimmt man ein Nein leicht persönlich ... Wie du mit Körben am besten umgehst, erfährst du hier:

Korb gekriegt - was nun?

Nach dem ersten Treffen war sie/er zuversichtlich. Die Sache ließ sich gut an, fand sie/er. Leider kam von der/dem anderen am nächsten Tag eine Mail: Du bist nett, aber ... Absagen tun weh. Insbesondere dann, wenn man selbst den Kontakt anders erlebt und sich Hoffnungen gemacht hat. Folgen mehrere Körbe aufeinander, kommen auch ansonsten wenig selbstkritische Naturen ins Grübeln: Liegt es an mir? Bin ich so klein, doof und hässlich, dass keiner mich will? Oder die Gedanken verselbstständigen sich anderweitig: Alle anderen sind schlecht. Und die Welt sowieso ... Eine so verzerrte Sicht der Dinge ist jedoch wenig hilfreich. Wenn "alle" möglichen Parterinnnen/Partner schlecht sind, fallen auch alle durchs Raster - und was hätte man davon?

Zwei Seiten der Medaille

Bemüh dich um eine realistischere Sichtweise. Du bist nicht jedermanns Traum, na gut, aber bestimmt auch nicht jedermanns Albtraum. Mach dein Selbstbild nicht von Erfolgen bei der Partnersuche - Erfolgen bei wildfremden Personen - abhängig. Dass du ein liebenswerter Mensch bist, zeigen deine Beziehungen zu Freunden und Familie. Unddu wirst auch noch andere, hoffnungsvollere Begegnungen erleben. In erster Linie sind Absagen ein Zeichen dafür, dass du aktiv auf der Suche bist - insofern also positiv. Wer bei vielen Kandidaten anklopft, hat natürlich mit mehr Abfuhren zu rechnen als jemand, der keinerlei Kennenlern-Versuche unternimmt und so zwar Bauchlandungen, aber auch wertvolle Chancen meidet. Der Korb gehört zum System Partnersuche dazu. Du selbst möchtest ja auch die Wahl und damit die Freiheit haben, Nein zu sagen. Besonderheit im Internet: Nirgends knüpfst du schneller und effektiver Kontakte, du kannst Dutzende von Kontaktanfragen auf einmal abschicken und die schützende Anonymität genießen. Als Kehrseite der Medaille macht es derselbe Mechanismus jedoch auch leicht, per Mausklick Körbe zu verteilen oder Kontakte abzubrechen.

Du kannst nichts dafür

Eine Abfuhr nach der anderen, das kann vorkommen, liegt erfahrungsgemäß aber oft nicht an irgendwelchen Fehlern der Partnersuchenden, sondern vielmehr an der "Marktlage": Wenn besonders viele Kandidaten einer bestimmten Altersgruppe auf der Suche sind, bleibt den stark umworbenen Pendants kaum etwas anderes übrig, als sich von vielen frühzeitig zu verabschieden. Um eine Abfuhr richtig einzuschätzen, ist es wichtig, wann und unter welchen Umständen sie erfolgt ist. Bei gayParship werden viele Körbe gleich nach Durchsicht der Kontaktanfragen und Partnervorschläge verteilt, also bevor überhaupt ein Austausch stattfand. Quäl dich nicht mit Gedanken daran, wie eine von dir kontaktierte Person belustigt oder empört deinen Profil betrachtet ("Was bildet die/der sich ein, mich kennen lernen zu wollen!"). Es kann genauso sein, dass die Person alle deine Angaben ganz wunderbar fand, sich jedoch schon anderweitig festgelegt hat. Auch der Zufall und die Stimmung des Auswählenden spielen eine große Rolle. Wie auch immer, die/der andere kennt von dir nur wenige Rahmendaten, vielleicht ein Schreiben ins Blaue hinein, das du deiner Kontaktanfrage angefügt hast, und ein paar Fotos - aber nicht dich persönlich. Wer ein Foto von dir gesehen hat, blickt damit nicht auf den Grund deiner Seele. Versuch, dir die Sache nicht zu sehr zu Herzen zu nehmen, und probier es weiter.

Es wird persönlicher

Wenn schon Mails hin und her gingen, es vielleicht sogar ein Treffen gab, wiegt eine Absage (noch) schwerer. Trotzdem: Man kann einander auch dann noch nicht wirklich kennen. Falls ein Kontakt ohne Begründung beendet wurde, darst du gern nachhaken. Oft werden die Gründe nicht in deiner Person liegen, du solltest aber mit klaren Worten rechnen. Wenn du das Gefühl hast, dir einen groben Schnitzer erlaubt zu haben, kannst du darüber hinaus mit einer Freundin/einem Freund auf die Suche gehen und diesem deine Mails, deine persönlichen Angaben und ggf. deine Fotos zeigen. Nutz auch unsere weiteren Ratgeber-Beiträge. So wird der eine oder andere Korb durch überhöhte Erwartungen oder uneindeutiges Verhalten provoziert. Letztlich sollte den Ausschlag geben, dass du selbst dein Auftreten stimmig findest. Falls es etwas gibt, das du hättest besser machen können - sehr gut, dieses Wissen hilft dir beim nächsten Mal. Vermeide es, hart mit dir ins Gericht zu gehen ("Alle anderen können das, bloß ich nicht"), damit würdest du nur in die Ich-bin-klein-doof-und-hässlich-Schiene rutschen und dich selbst lähmen.

Geht doch noch was?

Falls du Pech hast, wirst du vielleicht auch einmal grob und taktlos zurückgewiesen. Du musst dann mit deinem Ärger nicht hinterm Berg halten, sondern kannst der/dem anderen mitteilen, dass du dich abgebügelt fühlst ("Mach dir doch mal Gedanken, ob so was nicht auch netter geht"). Aber vermeide es, dich auf dieselbe verletzende Ebene zu begeben ("Du warst mir auch zu hässlich"). Und schließlich gibt es noch jene Kontakte, bei denen du eine Absage nicht einfach hinnehmen möchtest. Musst du auch nicht - wenn da wirklich Interesse an dem anderen ist und nicht etwa nur verletzte Eitelkeit, weil man dir mit einem Korb zuvorgekommen ist. Wenn du die Möglichkeit hast, fass noch mal nach. Erkläre, warum die Begründung für die Absage (zum Beispiel 200 Kilometer Entfernung) dich nicht überzeugt, und wirf Gegenargumente in die Waagschale. Werden dir dann neue Gründe gegen den Kontakt vorgehalten, solltest du das Nein akzeptieren. In manchen Fällen jedoch (etwa in der Erfolgsgeschichte von Steffen und Michael) zahlt sich nettes Am-Ball-Bleiben - und nicht etwa Nachlaufen - aus. Und ansonsten: Die/Der andere hat selbst Schuld, dass du ihr/ihm durch die Lappen gehst. Am besten fährt, wer alles nicht so verbissen sieht und die Online-Partnersuche nicht als "letzten Notnagel" nimmt, sondern als das, was sie ist: eine tolle Erweiterung der Chancen und ein Übungsfeld.

Annemarie Lüning/Parship

Buch zum Thema:

Bärbel Wardetzki: Mich kränkt so schnell keiner. Wie wir lernen, nicht alles persönlich zu nehmen. Kösel 2002, 14,95 EUR

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