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Single-Leben

"Schöne" schwule Welt

Wer braucht schon Liebe, wenn man auch ständig Schmetterlinge im Bauch haben kann? Dauerverliebtsein macht süchtig, doch zu welchem Preis? Ein Mitglied schickte uns dazu jetzt seine Stellungnahme - ein Gedankenanstoß.

© istockphoto.com

Was braucht der schwule Mann zum perfekten Glück? Einen PC mit Internetanschluss, einen Webbrowser, und schon werden erotische Märchen aus 1001 Nacht wahr. Ob auf den blauen Seiten, dem "schwulen Einwohnermeldeamt", oder anderswo gibt es Männer per Mausklick. Gesichtslose Nackedeis von vorne und hinten, dauerjung gebliebene Altersschummler, Faker und Spaßchatter laden zum Träumen ein. Man trifft sich online, verlinkt ehemalige und aktuelle Partner als Jagdtrophäe. Dann lockt der Seitensprung - eine "Selbstverständlichkeit", weil man ja "schon so lange zusammen ist". Einige leben gleich in offener Beziehung, die meist tränenreich zu Ende geht, wenn sich einer der "Partner" auf Abwegen verliebt.

So ticken sie nun mal ...

Der schwule Mann will sich verlieben, am besten dauernd - die süßeste Droge der Welt. Der virtuelle Raum eignet sich dabei bestens, um Verliebtheit zu inszenieren. Verliebtheit macht glücklich. Sie berauscht, raubt die Sinne, aber sie hält nicht lange an, zerbricht meist am Alltag. Den nächsten Mann gibt's an jeder Ecke oder nur einen Mausklick weit entfernt. Ein "Wo warst du all die Jahre?" unter Tränchen beim ersten Kuss klingt nach einem Heiratsantrag, hat aber in der schwulen Welt keinerlei Bedeutung. Hauptsache verliebt und rosa Brille, die nach kurzer Zeit natürlich die Farbe wechselt. Dummerweise bleiben Narben und Misstrauen, welches oft genug in Beziehungsunfähigkeit oder beim Therapeuten endet. Auch wenn fast alle "Mr. Right" suchen, meinen sie damit "Mr. Better". Die ständige Suche nach dem Besseren ist die treibende Kraft, die so mancher Beziehung das Genick gebrochen hat. So halten die meisten schwulen Bindungen gerade mal wenige Wochen bis Monate. Serielle Monogamie ist bereits eine Art Beziehungsoptimum, und der Ex wandert idealerweise in den etablierten Freundeskreis, nicht zuletzt deshalb, um im Alter mal nicht ganz allein zu sein. Der Mann ist Jäger, und wer seit seinem frühen Coming-out jagt und oder erlegt wird, kennt nichts anderes. Schöne schwule Welt!

Das Erfolgsrezept

Aber: Jeder hat die Wahl! Auch Jäger brauchen Geborgenheit, sehnen sich nach Liebe, allerdings selten in jungen Jahren. Das Jagdterrain wird mit zunehmendem Alter kleiner. Der Beruf fordert, lässt kaum Zeit zum Ausgehen oder Kennenlernen. Online-Dating ist angesagt. gayParship.de ist in diesem Bereich eine echte Alternative für all diejenigen, die kapiert haben, dass Mr. Right kein gottgegebener Zustand, sondern ein Prozess ist, dass eine Partnerschaft weit mehr umfasst, als eine "schwule Beziehung". Toleranz, Offenheit und Vertrauen bilden ihr Fundament. Der beste Partner ist immer der, zu dem man sich entscheidet. Wer dies verinnerlicht, hat gute Karten, im Alter nicht auf einer kanarischen Düne oder in einem Szenelokal zu vereinsamen.

Thomas Müller/gayPARSHIP-Mitglied

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