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Gefährliche Liebschaften

Fast sieht es ja so aus, als hätten die Floristen den Valentinstag erfunden, um rote Rosen zu überhöhten Preisen abzusetzen. Der 14. Februar hat als Fest für die Liebenden jedoch ältere Wurzeln - und viel mit dem Widerstand gegen gesellschaftliche Spielregeln zu tun.

Gefährliche Liebschaften © istockphoto.com

Es war einmal ein Mann namens Valentin. Im 3. Jahrhundert amtierte er als Bischof von Interamna (heute Terni), einer Stadt in Mittelitalien. Im römischen Reich war es zu dieser Zeit den Soldaten strikt verboten, zu heiraten, solange sie noch im Militärdienst standen. Verliebt haben sie sich natürlich trotzdem. Manche wollten ihre Liebe auch gegen das kaiserliche Verbot unter Gottes Segen stellen, wollte ihre Liebste heiraten. Für solche "gefährlichen Liebschaften" soll Valentin ein offenes Herz gehabt haben: Die Legende besagt, dass er sie trotz des Verbotes getraut und ihnen zur Hochzeit sogar Blumen aus dem eigenen Garten geschenkt hat. Die von ihm geschlossenen Ehen sollen besonders glücklich gewesen sein.

Ein Herz für Liebende Wir wissen natürlich nicht, weshalb Bischof Valentin diese Paare getraut hat. Wollte er der Macht des - zu dieser Zeit ja noch heidnischen - römischen Kaisers trotzen? Ging es ihm darum, wilde Ehen zu verhindern und die Paare lieber zu trauen, als sie ohne den kirchlichen Segen miteinander umgehen zu lassen? Hatte er eine romantische Ader, wirklich ein Herz für Liebende, auch gegen die gesellschaftlichen Normen? Oder sollte das Ganze etwa reine Legende sein?

Von einer Liebe gegen gesellschaftliche Normen verstehen die meisten Lesben und Schwulen etwas. Wenn sie auch kein kaiserliches Verbot an der Hochzeit hindert und die gesellschaftlichen Widerstände hierzulande schwinden - Ablehnung und Vorurteile begegnen ihrer Liebe dennoch.

Glückliche Ehen Die verbotenen Ehen, denen Bischof Valentin seinen Segen gegeben hat, waren der Legende nach besonders glücklich. Nun gehört solch ein glückliches Ende natürlich zu jeder guten Geschichte - und möglicherweise waren ja auch die Blumen aus dem bischöflichen Garten besonders segensreich. Das würde den Floristen heute wiederum gut in ihr Marketingschema passen: Blumen zum Valentinstag schenken Glück für die Liebe.

Vielleicht lag dieses Glück aber auch eher darin begründet, dass da Menschen aus ihrer Überzeugung, ihrer Liebe heraus gegen alle Widerstände heiraten wollten? Dass sie wirklich einander zuliebe und nicht aufgrund irgendwelcher gesellschaftlicher Vorteile oder Notwendigkeiten geheiratet haben?

Valentinstag für Sie? So gesehen haben Lesben und Schwule die besten Voraussetzungen für eine glückliche Ehe: Weder Steuervorteile noch ungeplante Schwangerschaften, gesellschaftliche Pflichten oder familiäre Erwartungen sind Gründe für die Heirat von zwei Frauen oder zwei Männern. Hier zählt wirklich nur die Liebe - manchmal sogar gegen Widerstände aus den Familien oder dem Umfeld

Nutzen Sie den Valentinstag doch einmal, um sich darüber besonders zu freuen! Und genießen Sie die Freiheit, sich die Partnerin oder den Partner fürs Leben zu suchen, mit der/dem Sie wirklich glücklich werden können und die wirklich zu Ihnen passt. Falls Sie in der glücklichen Lage sind, schon eine Liebe zu haben: Schenken Sie ihr die Blumen einfach zwei Tage später - zu vernünftigen Preisen ...

Susanne Frieters/gayParship

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